Über das Projekt:
In unserem Projekt "EXurban" sind multiple Medien tragend und werden hauptsächlich in musikalischen,
als auch in fotografischen Arbeiten umgesetzt.
Auch bewegte Bilder, Texte und Sprachaufnahmen
finden hierin ihren Platz. So ist die Verschmelzung
von Bild, Film und Ton Ziel, sowie auch die Einbindung eigener poetischer Inhalte in Titel und Texten.
"Zu zweit haben wir uns auf dieses Terrain begeben,
um auf experimentelle Art unserem Drang nach künstlerischer Äußerung nachzugehen."
Hier bieten uns hauptsächlich verlassene Orte, leerstehende Gebäude und vergessene Welten im
Ober- und Untergrund (auch allgemein bekannt als
Urban Exploration), einen unglaublichen Inspirations-
quell und das Rohmaterial für unsere künstlerische Umsetzung.
Wir fanden dort eine Kunst vor, die sich selbst erschaffen hat, durch Witterung und durch die Zeit, durch Verlassenheit und die Leere - einst durch
Fülle - die wir festhalten und einfrieren für den
Moment auf Fotografien. Auch Ton bzw. auch
"Nichttöne" bannen wir in Audioformen, fangen
bewegte Bilder ein in Filmform.
Dort finden wir ein zeitloses Leben, welches für
uns in seiner menschenleere nicht weniger lebendig
ist, ein Leben, das seine ganz eigene Sprache spricht und auf seine Art Teile unseres Seelenzustandes widerzuspiegeln vermag.
Über uns im Einzelnen:
Tanja D. (die minimalistin)
Tanja Dovens (die minimalistin), geb. 5.9.1975 in Hamburg, wohnhaft in Berlin,
erlangte eine klassische Klavierausbildung u.a. an der Hochschule für Musik in Hamburg,
Sie erhielt ausserdem Unterricht in Komposition und Gehörbildung.
Erste eigene Kompositionen entstanden im Alter von 13 die sich im Bereich der klassischen Minimal-Music bewegten und sie in ihren heutigen Produktionen bis heute beeinflußt und begleitet.
Im Dezember 2006 begann sie erste Stücke am Computer zu komponieren und arbeit mit sämtlicher Musiksoftware, vor allem diversen VST Plugins und VST-Instrumenten.
Gern bezieht sie Aufnahmen von Alltagsgeräuschen
(Lüftungsschächte und U-Bahnen etc), als auch ihre Stimme oder selbst geschriebene Lyrik in ihre Arbeiten mit ein. Nach einer kurzen Phase der Findung, in der sie diverse Stile der elektronischen Musik austestete (u.a. Minimal Techno) fand sie schnell zur Electro-Experimental Musik und dem Genre Dark Ambient.
Inzwischen bewegt sich ihr Stil vor allem im Bereich des
experimentellen Dark Ambient und Soundscapes, dem Erschaffen surrealer Sounds und Fragmente mit visuellem Hintergrund. Angeregt durch das fest bestehende Projekt (EXurban) mit der Künstlerin adamned.age, hielten auch diese Elemente Einzug in ihr Schaffen.
Es ist ihr wichtig, beim Hörer Bilder zu erzeugen.
Ihre Stücke sind musikalische Reisen durch Gesehenes,
Erlebtes,aber auch Phantasisches sowie Abstraktes und Surreales.
Hanne A. (adamned.age)
1977 geboren und aufgewachsen in Hamburg, lebt und musiziert adamned.age (Hanne Adam) heute in Berlin. Sehr früh begann sie zu musizieren, lernte Klavier, Gitarre, Drums etc.Sie spielte in Punk- und Crossover Bands, meist Schlagzeug und machte erste Soloaufnahmen mit einem 8-Spur-Tonbandgerät. 1996 fing sie an, den Computer in ihre musikalischen Arbeiten zu integrieren. Sie ging über zur elektronischen Musik, mischte hier in ihrem Trip-Hop/Downtempo Stil ihr Können am Instrument und den virtuellen Instrumenten, Auch das Singen ließ sie nicht aus und sieht es selbst heute stets als „Experiment“ zu singen.
So begann sie mehr und mehr an der Hard- und Software der Computer zu experimentieren, die Klänge als „Sounds und Samples“ zu transformieren in „Clicks und Cuts“, mit ihnen zu spielen, oft mit Fokus auf die Rhythmik und die percussiven Elemente. Hierdurch entwickelte sich schnell ihre zunächst minimal-technoide Stilrichtung. Seit einiger Zeit beruft sie sich wieder mehr auf das Sounddesign (Teile ihres Studiums u.a. bei Asmus Tietchens), und auf die experimentelle Musik, die in ihrem elektronischen Charakter in der Electronica / IDM Richtung mündete. Neben diesen Stilen findet man bei ihr allerdings auch noch ihren altbekannten Downtempo Stil gepaart mit Ambient sounds.
Neben ihrer gesamten Solo-Arbeit fanden sich mehrere Collaborationen, von größeren Projekten bis hin zum einzelnen Remix war alles dabei, in den verschiedensten Genre.
Manch einer sagt von ihr, sie sei "überproduktiv".
Es ist eine Art „heraus sprudeln“, eine Art innerer "Drang" nach Äußerung, der sie "regelrecht am Leben hält".
Stets suchend und verarbeitend nutzt sie das Medium Musik fast tag täglich neben Film, Fotografie, Grafik, Webdesign, Malerei und dem Schreiben von Gedichten als ihr Hauptventil und Kommunikationsmittel zur Außen- und Innenwelt, immer "mit dem Gefühl von der Musik getragen und befreit zu werden..."
Referenzen:
Musik:
- 2 EP Netreleases in 2008 zum freien Download
- 1 Digital Release (1track auf compilation) bei Geyser recordings
- 1 CD-r (debut album: abstieg aufwärts) in 2008 veröffentlicht bei fich-art, zu bestellen auf dieser Seite
TV:
Beitrag zum Thema "Urban Exploration" in "POLYLUX" auf ARD. Hier wird unser Projekt in der letzten Beitragshälfte kurz vorgestellt.
Beitrag in der Sendung "CHIC" auf ARTE über unser Projekt eingebunden in einen Beitrag über URBAN EXPLORATION und Kunst.
Radio:
Interview (Projekt-Portrait) für die Sendung "Corso" im Deutschlandfunk.
Lyrik:
In einem Bibliotheksband für zeitgenössische Literatur und Gedichte der Brentano-Gesellschaft, werden jeweils ein Gedicht von Tanja D. und Hanne A. veröffentlicht. Das Standardwerk, in aufwändiger Auflage, wird in sämtlichen Bibliotheken in der ganzen Welt zur Verfügung stehen (z.B. in Wien, Berlin, Hamburg, Schweiz, Fraknreich, Washington).